This Way Up“ präsentierte sich mit einem weiteren Schritt in der Band-Entwicklung
VON KAI-CHR. KRIESCHEN

CUXHAVEN. Wie so viele Musikveranstaltungen am Wochenende gilt auch für das Konzert von „This Way Up“ - es hätte mehr Besucher verdient gehabt. Die vier Musiker aus Cuxhaven und Umzu nutzten das Konzert im Stadttheater für eine Selbsteinschätzung ihrer Entwicklung.

Und die führt - nomen est omen - weiter nach oben. Für das treue Publikum ist eine Weiterentwicklung in den jährlichen Konzerten gut erkennbar. Zum Beispiel bei Choreografie und mehrstimmigen Gesängen, die immer stimmiger und nicht „aufgesetzt“ wirken. An Selbstbewusstsein mangelt es der Band dabei übrigens nicht, so kommentierte Boris Moench eingangs die Zuschauerzahl mit einem Fernseh-Gleichnis: „Wären wir im TV, wären wir nicht RTL, sondern arte.“ Auch wenn Moench als singender Schlagzeuger die nicht alltägliche  Kombination Konzert füllend ausleben kann - die zeitweise Abkehr bekommt dem Konzert gut. Wenn zum Beispiel Christian Clasen komplette Gesangsparts übernimmt („Electric Umbrella“), ermöglicht dies Moench, das Schlagzeug deutlich vitaler zu bearbeiten als während der Gesangspartien. Und wenn er das eine oder andere Mal am Schlagzeug vertreten wird, gewährt ihm das deutlich mehr Spielraum beim Gesang. Das Fazit des Konzert-Abends: Wolfgang  „Mozart“  Volkens, Christian  „Chrilo“  Clasen,  Wolfgang  „Voulez“  Haack  und  Boris „Bo“  Moench vervollkommnen ihr Projekt „This Way Up“.
Nicht RTL, sondern arte
Cuxhavener Nachrichten vom 31.08.2010:
Cuxhavener Nachrichten vom 16.09.2009:
„This Way Up“ im Stadttheater: Vier stolze „Väter“ präsentieren voller Spielfreude
die Lieder ihrer neuen CD „25 Years“
kk. - Ein Jahr nach ihrem höchst bemerkenswerten Comeback-Konzert hatten „This Way Up“ am Sonnabend wieder ins Stadttheater geladen. Die Musiker um Boris Mönch
(r., Schlagzeug, Gesang und Chapman-Stick) präsentierten als stolze „Väter“ ihre CD „25 Years“. Sie ist in Cuxhaven beim Musikhaus Kopp erhältlich.
Auf Tonträger und im Konzert gibt es aus-schließlich eigene Songs zu hören. Abseits des Main-stream, irgendwo im Grenzgebiet zwischen deutlich Rock und ein wenig Jazz überzeugten Moench und seine Mitstreiter Christian Clasen
(l., Keyboards), Wolfgang Volkens (2.v.l., Gitarre) und Wolfgang Haack (2.v.r., Bass) mit Virtuosität und Spielfreude.
Lohn der „Mühe“ - Applaus gab es nicht nur zum Ende der Stücke, sondern bei gelungenen Soli und Passagen auch mittendrin. Etwas Satire, etwas mehr Humor, etwas weniger Theater als vor einem Jahr - die Band hat an ihrer Bühnenpräsenz ebenso zum Positiven hin gearbeitet
wie am Chorgesang. Der einzige Wermutstropfen an diesem sehr
gelungenen Konzertabend - erst in
der zweiten Hälfte gelang es „dem Ton“, den Leadsänger verständlicher werden zu lassen. Dennoch ein gelungener Abend für die Freunde handgemachter und intelligenter Musik.
Standing Ovations waren der verdiente Lohn für die Musiker.
Fotos: Krieschen
Cuxhavener Nachrichten vom 30.08.2008:
Boris Mönch,
Wolfgang
Haack, Wolf-
gang Volkens
und Christian
Clasen (v.r.) ze-
lebrierten auf
der Bühne des
Stadttheaters
intelligente
Rockmusik in
Perfektion.
Heute Abend
legen sie im
Bremerhave-
ner „TiF“ nach.
Foto:
Krieschen
Cuxhavener Nachrichten vom 03.02.2014:
Stader Tageblatt vom 20.01.2014:
CUXHAVEN. Ein Konzerterlebnis „im Breitwandformat“ versprachen die Musiker der Cuxhavener Gruppe „This Way Up“: Damit waren nicht etwa ausladende Bühnenaufbauten gemeint, sondern der trotz der überschaubaren Zahl an Performern (ein Trio ist die Minimalbesetzung für eine Rockband) geradezu opulente Sound, mit dem „This Way Up“ am Sonnabend in der Kurparkhalle aufwartete: Erzeugt nicht nur durch professionelles Equipment, sondern auch jede Menge ehrlicher Handarbeit, die auch mal einen Wechsel des Instruments mitten im Song vorsah: In so einem Fall bediente Wolfgang Volkens („Mozart“) abwechselnd Saiten und Tasten. Bandleader Boris Moench wieselte gar einmal quer über die Bühne, um vom Keyboard wieder hinter sein Schlagzeug zu kommen. Innerhalb der um Bassist Frank Itt verstärkten Formation ist Moench auch noch für den Vokalpart zuständig.

Spiel mit Genre-Klischees
Klingt ungewöhnlich? Gab’s aber schon bei den „Eagles“ und vor allem bei „The Band“ - zwei Gruppen, die für ein musikalisches Genre stehen, von dem sich auch das Cuxhavener Trio beeinflusst zeigte: „Americana“ norddeutscher Prägung gab es am Sonnabend mehrfach zu hören. Geklampft wurde dabei nicht unbedingt nach Art einer West-Coast-Band: Moench, Volkens und Itt pflegen einen ganz eigenen Stil, den man früher vielleicht am ehesten mit „Progressiv Rock“ umschrieben hätte. Zweifellos Musik für Erwachsene, die einen ersten stimmungsvollen Höhepunkt am Ende des ersten Sets erreichte, als es im letzten Song des ersten Sets um ein althergebrachtes Rock ‘n Roll-Klischee ging: um das Auto, das natürlich „Made in USA“ sein muss. (kop)
 
„This Way Up“ weiß, wo es musikalisch lang geht
Konzert in der Kurparkhalle wurde durch die eigenständige Handschrift der Band um Boris Moench zu einem Erlebnis
VON GRIT KLEMPOW

STADE. Was für eine Wundertüte: Der Sänger entpuppt sich als Schlagzeuger, der Gitarrist sitzt auch mal am Keyboard und der Bassist übernimmt entweder das Schlagzeug oder spielt seinen Bass mit links, mit rechts das Keyboard. „This Way Up“ überraschten bei ihrer Premiere in der aktuellen Besetzung ihr Publikum am Sonntagabend in der Seminarturnhalle mit ihren eigenen Songs.
Für ihn war es ein Heimspiel: Frank Itt ist der „Neue“ in der alten Band. Der Bass-Profi mit Stader Wurzeln, der in Drochtersen lebt und an der Rock und Popakademie in Mannheim lehrt, hatte sichtlich Spaß im neuen Wirkungskreis. Aus dem einstigen Quartett ist jetzt ein harmonierendes Trio geworden. Zusammen mit dem Wingster Boris Moench (Gesang und Schlagzeug), Leiter der Musikschule Cuxhaven, und Wolfgang „Mozart“ Volkens (Gitarre) gab er seinen musikalischen Einstand in der Seminarturnhalle, und das zu einer ungewöhnlichen Zeit. Schon um 18.30 Uhr legte das Trio los. Der Gedanke dahinter, das Publikum noch vor dem Fernseh-Tatort zum Konzert zu locken, ging auf: Die Seminarturnhalle war gut besucht. Versprochen hatten „This Way Up“ intelligente Rockmusik in all ihren Facetten, und die lieferten sie auch. Unplugged, Funk Rock, Americana Rock - die drei Herren hatten Spaß daran, ihren Zuhörern ihre ganze Vielseitigkeit zu zeigen. „Going out with my baby“, „aus der Zeit als noch Autos mit Heckflossen gebaut wurden“, so Boris Moench, der nicht nur smart durchs Programm parlierte, sondern auch einfach ein guter Sänger ist. 17 Takte lang spielte Frank Itt bei diesem Song sowohl seinen Bass als auch Keyboard-Tasten. Mit dem „American Car“ im Südstaaten-Rock fuhren sie in die Pause. Wer geglaubt hatte, „This Way Up“ einschätzen zu können, stellte in der zweiten Hälfte fest, dass in der musikalischen Wundertüte noch viel mehr steckt: ein bisschen Klamauk, ein Instrumenten-Karussell, ein Live-Musikvideo, deutsche Texte, virtuose Gitarren-Riffs und humorvolle Moderationen. Die Grundlage bei allem: handwerkliches Können, technische Perfektion und der Spaß an dieser Band. Wer im Publikum gehofft hatte, zum Fernseh-Tatort rechtzeitig auf der Couch zu sitzen, sah sich getäuscht - bereut haben wird das aber kaum einer.
Eine Wundertüte voll mit Rock-Songs
Frank Itt mit „This Way Up“ in Stade
Musikalische Wundertüte:
Frank Itt am Bass, Boris Moench am Schlagzeug und Gitarrist Wolfgang Volkens am Keyboard.                                                                                                

Foto Klempow
Der „Frontman“ ist bei der Cuxhavener Formation „This Way Up“ im Grunde der Drummer (Boris Moench), wobei sich die nach dem Einstieg von Bassist Frank Itt wieder zu dritt spielenden Bandmitglieder zumindest im musikalischen Sinne als ebenbürtig erwiesen.                                                                                 Fotos: Koppe